Gemeindebeschreibung
Niederkumbd ist eine klassisches Hunsrücker Landwirtschaftsdorf im Rhein-Hunsrück-Kreis in Rheinland-Pfalz, rund drei Kilometer nördlich von der Kreisstadt und dem Mittelzentrum Simmern am Kondbach (400m ü.NN) gelegen. Der Ort gehört zu der Verbandsgemeinde Simmern-Rheinböllen und zählt heute etwa 335 Einwohner auf einer Fläche von 2,27 Quadratkilometer. Die Gemarkung besticht durch sanfte Täler und weite Hochebenen der Simmerner Mulde, die mit ihren weitläufigen Feldwegen ideale Bedingungen für ausgiebige Wanderungen und Naturbeobachtungen bieten.
Historisch reicht die Geschichte des Dorfes bis ins Mittelalter zurück. Erste Erwähnungen stammen aus dem frühen 14. Jahrhundert, damals noch unter dem Namen „Hasencomede“. Niederkumbd war eng mit dem nahen Klosterkumbd und dem dortigen Zisterzienserinnenkloster verbunden. Im Laufe der Jahrhunderte wechselte die Herrschaft mehrfach zwischen den Pfalzgrafen, der Grafschaft Sponheim, Frankreich und später Preußen. Seit 1946 gehört der Ort zum Bundesland Rheinland-Pfalz.
Trotz seiner kleinen Größe besitzt Niederkumbd einige bemerkenswerte Sehenswürdigkeiten. Besonders bekannt ist die historische Wassermühle von 1848, die mit viel Eigeninitiative restauriert wurde und heute wieder funktionsfähig ist. Sie gilt als die einzige betriebsfähige Mühle dieser Art in der Verbandsgemeinde. Außerdem prägen eine evangelische Kapelle aus dem frühen 19. Jahrhundert sowie ein altes Backes das Ortsbild.
Der Ort wirkt heute typisch hunsrückisch: ruhig, naturnah und gemeinschaftlich geprägt. Viele Feste und Aktivitäten werden von den Einwohnern selbst organisiert, was den dörflichen Zusammenhalt stärkt. Für Wanderer und Naturfreunde ist die Umgebung interessant, weil Niederkumbd mitten in einer sanften Mittelgebirgslandschaft liegt und sich gut als Ausgangspunkt für Touren durch den Hunsrück und an Rhein, Mosel und Nahe eignet.


